Politische Interessenvertretung und kommunale Fachpolitik

Neben der Politikberatung von Hauptausschuss und Präsidium des Deutschen Städtetages und des Vorstands des Städtetages Nordrhein-Westfalen und der Vertretung kommunaler Interessen und Positionen auf Bundes- und Landesebene war es auch Hilmars Aufgabe, Positionspapiere zur fachpolitiischen Orientierung der Mitgliedstädte auf den Weg zu bringen. Diese gingen stets einher mit Anforderungen der Mitgliedstädte des Deutschen Städtetages gegenüber Bund und Land. Hierbei suchte Hilmar auch die Kooperation mit den Schwesterverbänden Deutscher Städte- und Gemeindebund und Deutscher Landkreistag, um den kommunalen Positionen in der nötigen Breite Gehör zu verschaffen. Hilmar hat die Mitgliedstädte in zahlreichen Gremien anderer Verbände, auf europäischer und internationaler Ebene fachpolitisch vertreten. Insbesondere mit den jeweils zuständigen Bau- und Verkehrsministerien auf Bundes- und Landesebene und den fachpolitischen Sprecher*innen im Bundes- und Landtag hat Hilmar eine enge Zusammenarbeit gepflegt.

Deutscher Städtetag und Städtetag Nordrhein-Westfalen
Berlin | Köln
2012 bis 2026

Integrierte Stadtentwicklung

Städte stehen vor tiefgreifenden Veränderungen durch Klimawandel, Demografie und gesellschaftlichen Wandel. Stadtentwicklung muss darauf mit mehr Handlungsspielräumen, agilen Arbeitsweisen und mutigen Experimenten reagieren. Ziel ist es, schneller Lösungen zu entwickeln, politische Entscheidungen zu unterstützen und Veränderungen vor Ort wirksam und sichtbar zu machen.

Immobilien-, Bau- und Wohnungskrise

Die Krise am Wohnungs- und Immobilienmarkt stellt Städte und Ballungsräume vor große Herausforderungen. Rückläufige Bauprojekte, angespannte Wohnungsmärkte und Insolvenzen erfordern eine Anpassung der Rahmenbedingungen für Planung, Erneuerung und Bauen.

Städtebauförderung

Die Städtebauförderung ist ein zentrales Instrument für lebenswerte Quartiere, starke Zentren und die Anpassung an den Klimawandel. Gleichzeitig machen komplexe Verfahren, kleinteilige Förderstrukturen und steigende Anforderungen die Umsetzung zunehmend ineffizient. Eine grundlegende Vereinfachung der Fördersystematik ist daher notwendig, um trotz knapper werdender personeller Ressourcen schneller und wirksamer in die Transformation der Städte zu investieren.

Verkehrswende

Mobilität und Verkehr prägen die Funktionsfähigkeit, Lebensqualität und öffentlichen Räume unserer Städte. Die Verkehrswende erfordert nachhaltige und zukunftsfähige Verkehrssysteme, ausreichende Investitionen und neue politische Weichenstellungen. Das Positionspapier bündelt zentrale kommunale Anforderungen und zeigt Perspektiven für eine nachhaltige Mobilität bis 2030 auf.

Monitoringbericht der Verkehrswende

Die Verkehrswende hat sich von einem politischen Schlagwort zu einer konkreten Aufgabe für nachhaltige, klimaschonende und menschenverträgliche Mobilität entwickelt. Das Positionspapier bündelt kommunale Anforderungen und zeigt Wege auf, wie die Transformation von Verkehr und Mobilität in Städten und Regionen beschleunigt werden kann.

Einsatz von XPlanung und XBau

XPlanung und XBau schaffen einheitliche, offene Standards für digitale Planungs- und Genehmigungsverfahren. Sie verbessern die Kommunikation zwischen Behörden, Planern und Bauherren, vereinfachen Prozesse und ermöglichen dadurch eine schnellere Bearbeitung. Ihre verbindliche Anwendung soll daher bei zukünftigen IT-Projekten konsequent berücksichtigt werden.

Einsatz von Geoinformation in den Städten

Intelligente Stadtentwicklung braucht digitale Daten, innovative Technologien und eine konsequente Vernetzung kommunaler Geoinformationen. Ein fachübergreifendes Geodatenmanagement schafft die Grundlage für effizientere Verwaltungsprozesse, mehr Transparenz und neue digitale Anwendungen. So können Städte Ressourcen gezielter einsetzen und ihre nachhaltige Entwicklung zukunftsfähig gestalten.

Nachhaltiges und suffizientes Bauen

Kommunale Gebäude und Infrastrukturen verursachen über ihren Lebenszyklus erhebliche ökologische und wirtschaftliche Auswirkungen. Nachhaltiges Bauen bedeutet daher, bestehende Gebäude und Flächen besser zu nutzen, statt neue Bedarfe automatisch durch Neubau zu decken. Kreative Lösungen wie Mehrfachnutzungen, Sanierungen und Umnutzungen können Ressourcen schonen und gleichzeitig den Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger erhöhen.

Wohnungs- und Baulandpolitik

Wohnen ist ein zentraler Bestandteil von Lebensqualität und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Angespannte Wohnungsmärkte, steigende Mieten und regionale Unterschiede machen bezahlbaren Wohnraum zu einer dauerhaften politischen Aufgabe. Dafür braucht es eine nachhaltige Neuausrichtung der Wohnungs- und Bodenpolitik sowie ein gemeinsames Handeln von Bund, Ländern und Kommunen.

Kommunales Bauwesen

Das kommunale Bauwesen steht unter wachsendem Kosten-, Zeit- und Personaldruck bei gleichzeitig immer komplexeren Verfahren. Eine zunehmende Verrechtlichung erschwert effizientes Bauen und lenkt Ressourcen von Planung und Umsetzung ab. Gefordert sind klare Aufträge, verlässliche Planung, realistische Kosten- und Risikokalkulation sowie effiziente Prozesse, damit kommunale Bauprojekte künftig kostengerecht, termintreu und zuverlässig umgesetzt werden können.

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