Städte als Treiber der Transformation – Ein Versuch jenseits der Nachhaltigkeit
Der Beitrag begibt sich absichtsvoll jenseits der dringend und unverändert gebotenen Qualitätsdiskussion. Er fordert von den Planungs- und Baudisziplinen Beiträge, insbesondere aber von Planungs- und Baupolitik Entscheidungen ein, die die dehnbaren Nachhaltigkeitsparameter messbar quantifizieren und nachvollziehbar qualifizieren. Das Suffizienzprinzip ist mit den Anforderungen an Entwurfs-, Gestaltungs- und Nutzungsqualitäten des Bestands, der Erweiterung oder auch des Neubaus zu verschränken. Alle Formen des Planens und Bauens müssen neue Qualitäten liefern, um Ressourcenverbrauch überhaupt noch rechtfertigen zu können. Diese liegen in der Flächeneffizienz und -effektivität sowie der Mehr- und Vielfachcodierung von gestalteten Innen- und Außenräumen und ihrer Nach- und Neuverwendungsfähigkeit nach Ablauf ihrer Lebensdauer. Suffizienz, Planungs- und Baukultur können sich so zu einem tragfähigen und messbaren Nachhaltigkeitsverständnis für das Planen und Bauen in Städten und Regionen fügen.
