Anforderung an eine nachhaltige Stadt
Städte sind mit mehr als 70 % der weltweiten Treibhausgasemissionen Treiber des Klimawandels; gleichzeitig aber entwickeln sie Lösungen für eine Verringerung der Treibhausgasemissionen und für eine Anpassung an den Klimawandel und setzen sie auch im Rahmen ihrer Möglichkeiten um. Diese werden gemeinhin unter dem Titel der nachhaltigen und integrierten Stadtentwicklung, zunehmend aber auch unter dem Slogan »Smart and sustainable cities« propagiert.
Es stellt sich die Frage, ob die hierunter subsumierten Strategien für eine Reduktion der Treibhausgase bis 2050 auf Null tragen oder ob es einer Alternative dazu bedarf. Diese liegt womöglich in einer breit ausgerollten sektorübergreifenden Suffizienzstrategie und der Gleichzeitigkeit von Anreizen und Regulativen, um Produktions-, Konsum- und Mobilitätsmuster schnell zu verändern.
Allerdings wird jede Form der Anpassung und der Vermeidung des Klimawandels in den Städten nicht umhin kommen, sich an den Indikatoren der Nachhaltigkeitsziele messen zu lassen. Die eigentliche Herausforderung für eine klimagerechte Stadtentwicklung liegt darin, räumliche und zeitliche Dimensionen so miteinander in Einklang zu bringen, dass mit den eingesetzten Ressourcen in kürzest möglicher Zeit an den richtigen Standorten die verfolgten Wirkungen eintreten.
Diese müssen gleichermaßen in der Mitigation liegen, also der unverzüglichen Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen und in der Adaption, also der Anpassung an das unvermeidliche Ausmaß des Klimawandels.
